1. Beschreibe die Entscheidung deiner Besucher
Beginne mit deinem Angebot und einer konkreten Zielgruppe. „Handwerker“ ist breiter als „Sanierungsbetrieb für Eigentümer älterer Einfamilienhäuser in Köln“. Je genauer die Situation beschrieben ist, desto leichter lassen sich relevante Seiten, Fragen und Kontaktwege planen. Das ist eine Arbeitsgrundlage, keine Aufforderung, Leistungen oder Regionen zu erfinden.
Bestimme anschließend die wichtigste Aktion. Soll jemand einen Termin anfragen, ein Angebot anfordern oder ein Produkt ansehen? Eine Seite kann mehrere Wege anbieten. Trotzdem sollte erkennbar sein, welcher Schritt für den jeweiligen Besucher am sinnvollsten ist. Schreibe auch auf, welche Informationen jemand vor diesem Schritt braucht.
2. Gib der KI belastbares Ausgangsmaterial
Sammle dein Logo, freigegebene Bilder, Leistungsbeschreibungen, Kontaktdaten und vorhandene Texte. Markiere für dich, welche Aussagen belegt sind und welche Angaben noch fehlen. Ein schöner Entwurf mit erfundenen Bewertungen, Jahren Erfahrung oder Kundenzahlen ist keine veröffentlichungsfertige Website.
Nutze keine fremden Kundenbilder, Logos oder vertraulichen Unterlagen ohne passende Berechtigung. Für den ersten Entwurf kannst du mit ausdrücklich markierten Platzhaltern arbeiten. Setze ins Briefing, dass fehlende Informationen sichtbar offenbleiben sollen. Vor dem Veröffentlichen ersetzt oder entfernst du diese Stellen.
Wenn du ein Beispielunternehmen benutzt, kennzeichne es als fiktiv. Unser Muster unten beschreibt ein erfundenes Planungsbüro und enthält deshalb weder echte Referenzen noch Aussagen über erzielte Ergebnisse.
3. Plane Seiten nach Fragen statt nach Effekten
Eine Startseite ordnet dein Angebot ein. Eine Leistungsseite erklärt Umfang, Ablauf und häufige Fragen. Eine Über-uns-Seite macht Ansprechpartner und Arbeitsweise greifbar. Die Kontaktseite beschreibt den nächsten Schritt. Wähle diese Struktur nur, soweit sie zu deinem Geschäft passt; mehr Unterseiten sind kein Selbstzweck.
Notiere pro Seite eine Hauptfrage, die sie beantworten soll, und eine passende Aktion. Für ein Planungsbüro könnte die Frage lauten: „Wie läuft eine Erstberatung ab und was soll ich mitbringen?“ Die Aktion wäre eine Anfrage mit kurzer Projektbeschreibung. Eine wichtige Information gehört dort hin, wo Besucher sie für ihre Entscheidung brauchen.
Beschreibe danach die Gestaltung: helle oder dunkle Flächen, typografische Hierarchie, Bildsprache und Bewegungsumfang. Zwei oder drei gestalterische Prioritäten sind meist besser zu prüfen als eine lange Liste widersprüchlicher Stilwünsche. Animationen sollen Orientierung unterstützen und die Nutzung auf kleinen Bildschirmen berücksichtigen.
4. Verwende eine Vorlage, die sich prüfen lässt
Das folgende Briefing ist eine Ausgangsbasis. Ersetze die eckigen Klammern durch eigene Angaben. Du kannst es als Text herunterladen, in Ruhe ergänzen und danach für die Website-Erstellung verwenden. Die Vorlage ist kostenlos lesbar; die Nutzung von Codaiq richtet sich nach den jeweils angezeigten Tarifen und Bedingungen.
Starte mit einem überschaubaren Umfang. Definiere zuerst die Startseite, ein klares Angebot und den Kontaktweg. Ergänze weitere Seiten anhand echter Informationen. So lassen sich Inhalt und Gestaltung gemeinsam beurteilen, bevor sich derselbe unklare Satz über mehrere Seiten verteilt.
Unternehmen: [Name und tatsächliches Angebot] Zielgruppe: [Für wen, in welcher Situation?] Region / Sprache: [Gebiet und Sprache] Hauptziel: [z. B. qualifizierte Terminanfrage] Seiten: [Start, Leistungen, Über uns, Kontakt] Pro Seite: [Hauptfrage und nächster Schritt] Vorhandene Inhalte: [Texte, Logo, Bilder, freigegebene Belege] Fehlende Inhalte: [offen kennzeichnen; nichts erfinden] Gestaltung: [2–3 Prioritäten, mobile Nutzung berücksichtigen] Funktionen: [was tatsächlich verbunden und getestet werden muss] Kontaktziel: [echte Zieladresse oder vorgesehener Kontaktweg] Abnahme: [Links, mobile Ansicht, Inhalte und Zustellung prüfen]Briefing als Text herunterladen ↓
„Erstelle die Startseite für ein fiktives Planungsbüro. Zielgruppe sind Eigentümer, die eine Sanierung vorbereiten. Die Seite soll erklären, welche Unterlagen für ein Erstgespräch hilfreich sind. Verwende keine Kundenbewertungen und keine Erfolgszahlen. Markiere noch fehlende Kontaktdaten als Platzhalter. Stil: ruhig, gut lesbar, klare Abstände. Die wichtigste Aktion ist eine Anfrage zum Erstgespräch.“
5. Gib Änderungen mit Kontext und Abnahmekriterium vor
„Mach es hochwertiger“ ist schwer zu überprüfen. Hilfreicher ist: „Auf der Startseite soll der Einleitungstext auf zwei kurze Sätze gekürzt werden. Die Überschrift soll unser Angebot benennen. Der Kontaktbutton soll darunter auf die Kontaktseite führen. Logo, Farben und die übrigen Abschnitte sollen erhalten bleiben.“
Arbeite bei wichtigen Änderungen nacheinander: erst Inhalt, dann Hierarchie, dann Details. Benenne die Seite und den Abschnitt, beschreibe die gewünschte Wirkung und lege fest, was unverändert bleiben soll. Prüfe anschließend die betroffene Stelle und den nächsten Schritt im Ablauf.
Wenn ein Formular oder eine andere Funktion externe Dienste benötigt, trenne die sichtbare Oberfläche von der tatsächlichen Verbindung. Ein Button, eine Bestätigungsmeldung oder ein hübsches Dashboard beweist noch nicht, dass eine Anfrage gespeichert oder zugestellt wurde.
6. Prüfe die Website vor dem Teilen
Lies sämtliche Aussagen durch. Stimmen Angebot, Ansprechpartner und Kontaktangaben? Funktionieren Navigation und Links? Prüfe die Seiten auf einem schmalen Bildschirm und mit der Tastatur. Überschriften, Bilder und Buttons dürfen keine wichtigen Informationen verdecken oder über den Bildschirm hinausragen.
Sende eine klar als Test markierte Kontaktanfrage und prüfe den Eingang am tatsächlichen Ziel. Teste bei interaktiven Funktionen auch einen Fehlerfall: Was passiert bei fehlenden Angaben oder einem nicht verfügbaren Dienst? Entferne Testdaten anschließend, wenn sie nicht mehr benötigt werden.
Sieh dir Seitentitel, Beschreibungen und die sichtbaren Texte an. Jede Seite sollte ihr eigenes Thema verständlich erklären. Prüfe außerdem, ob die veröffentlichte Adresse erreichbar und die gewünschte Indexierung eingestellt ist. Das ersetzt keine rechtliche Prüfung und garantiert keine Platzierung in Suchmaschinen oder KI-Antworten.
Veröffentliche erst, wenn die wesentlichen Inhalte und Abläufe zu deinem tatsächlichen Angebot passen. Danach beobachtest du, ob Besucher den vorgesehenen Weg nutzen, und verbesserst gezielt die Stellen, an denen Informationen fehlen.
Häufige Fragen
Wie lang muss mein Briefing sein?
So lang, dass Angebot, Zielgruppe, Seiten und gewünschter nächster Schritt klar werden. Eine kompakte, konkrete Seite ist hilfreicher als viele allgemeine Adjektive. Ergänze Details dort, wo sie eine Entscheidung verändern.
Kann ich die Vorlage außerhalb von Codaiq verwenden?
Ja. Sie ist eine allgemeine Planungshilfe für deine Website. Welche Funktionen ein Werkzeug umsetzt und welche Verbindungen zusätzlich eingerichtet werden müssen, prüfst du im jeweiligen Produkt.
Ist ein generierter Entwurf sofort bereit für Kunden?
Beurteile den tatsächlichen Entwurf. Inhalte, Links, Kontaktzustellung und gegebenenfalls weitere Funktionen müssen geprüft sein. Auch die erforderlichen rechtlichen Angaben hängen von deinem konkreten Geschäft ab.
Aus deiner Idee wird ein klares Briefing.
Halte dein Angebot und deine Inhalte bereit. Auf Codaiq kannst du den nächsten Schritt zur eigenen Website ansehen.